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SEPTEMBER 2025

Fisch im Handel: Wo Deutschland am liebsten einkauft

Discounter sind die klaren Gewinner der vergangenen Jahre

Wo kaufen die Deutschen ihren Fisch? Ein Blick auf die Einkaufsstätten zeigt: Der Markt hat sich 2024 stabilisiert und zu einer neuen Normalität gefunden. Während der Corona-Jahre 2020 und 2021 stiegen die Einkäufe stark an – getrieben durch mehr Kochen zuhause. 2021 erreichte die Einkaufsmenge noch fast 498.000 Tonnen. Seitdem hat sich der Markt auf einem niedrigeren, aber konstanten Niveau eingependelt: 419.293 Tonnen im Jahr 2024.

Die Discounter sind die klaren Gewinner der vergangenen Jahre. 2024 wurden hier 208.536 Tonnen Fisch eingekauft – rund 29.000 Tonnen weniger als 2021. Mit einem Umsatz von 2,28 Milliarden Euro haben sie ihre Rolle als Hauptquelle für Fisch im Lebensmitteleinzelhandel weiter gestärkt. Verlässliche Preise und breite Verfügbarkeit machen sie für viele Haushalte zum bevorzugten Einkaufsort.

Supermärkte verlieren an Gewicht, bleiben aber unverzichtbar

Die Supermärkte dagegen haben seit 2021 fast 20.000 Tonnen verloren und liegen 2024 bei 110.503 Tonnen. Wertmäßig halten sie sich mit 1,487 Milliarden Euro stabil. Damit zeigt sich: Supermärkte bleiben eine unverzichtbare Säule des Fischabsatzes – auch wenn ihr Anteil im Vergleich zu den Boomjahren kleiner geworden ist.
Verbrauchermärkte – also größere SB-Warenhäuser – zeigen sich robust: Mit 57.376 Tonnen und einem Wert von 618 Millionen Euro bewegen sie sich seit Jahren auf gleichbleibendem Niveau. Anders die Fischfachgeschäfte: Ihr Absatz hat sich seit 2021 nahezu halbiert und liegt 2024 nur noch bei 16.261 Tonnen. Dennoch bleiben sie für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein Ort des Vertrauens und der besonderen Frischeerfahrung.

Fazit

Die Einkaufsstätten für Fisch in Deutschland haben 2024 ihre Balance gefunden: Discounter wachsen, Supermärkte und Verbrauchermärkte sichern die Grundversorgung, Fachgeschäfte behaupten sich als Spezialisten. Nach den Sondereffekten der Corona-Zeit zeigt der Markt heute wieder Stabilität und Verlässlichkeit.