Ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus schwedischen und kanadischen Forschungseinrichtungen hat Daten zu Nährstoffen und Treibhausgasemissionen von Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakulturen und Wildfang mit den Daten tierischer Lebensmittel „vom Land“ verglichen. Dabei kam heraus, dass Muscheln aus Aquakulturen mit ihrem Gehalt an z. B. Vitamin B 12, Kupfer und Niacin nährstoffreicher, aber hinsichtlich Treibhausgasen emissionsärmer sind.

An der Nordseeküste ist die diesjährige Erntesaison in vollem Gang. Miesmuscheln leben in den Gezeitenzonen des Nordatlantiks und der Nordsee. Wurden bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts ausschließlich natürliche Muschelbänke befischt, stammen die Muscheln mittlerweile aus Aquakulturen. Dabei werden Saatmuscheln von natürlichen Bänken gewonnen und dann auf Muschelkulturflächen ausgebracht. Dort wachsen sie unter natürlichen Bedingungen zwei bis drei Jahren bis zur Ernte heran. In der Muschelaquakultur werden keine Hilfsmittel wie künstliche Nährstoffe oder Schutzmittel vor Krankheiten etc. eingesetzt. Es handelt sich um ein naturbelassenes Lebensmittel, welches mit den Gezeiten lebt, wie seine wilden Artgenossen.

Was die Forscherinnen und Forscher nicht berücksichtigt haben ist die kulinarische Komponente, und auch da schneiden Miesmuscheln sehr gut ab. Das fängt schon beim Geruch an, denn frische Miesmuscheln riechen nach Meer und Algen.

Frische Miesmuscheln werden, wie viele andere Muscheln auch, lebend verkauft. Für eine Portion von 200 bis 250 g Muschelfleisch sollte jeweils 1 kg Muscheln kalkuliert werden. „Achten Sie vor dem Zubereiten darauf, dass die Muscheln heil und fest geschlossen sind. Falls Schalen offen sind, klopfen Sie die Muschel vorsichtig auf z. B. die Arbeitsplatte. Schließt sich die Muschel, kann sie mit den anderen Muscheln in den Topf“, erklärt Sandra Kess vom Fisch-Informationszentrum e. V. „Die Muscheln kann man einfach mit etwas Gemüse und ein paar Kräutern in einem großen Topf auf den Herd stellen. Mit Bier oder Weißwein angießen und während des Kochens den Topf ab und zu schütteln. Nach 10 Minuten sollten sich alle Schalen geöffnet haben und die Muscheln sind fertig. Muscheln, die sich beim Kochen nicht geöffnet haben, müssen aussortiert werden, da sie ungenießbar sind. Übrigens: Muscheln bringen das Besteck selbst mit. Mit einer leeren Muschel können Sie das Muschelfleisch wie mit einer Zange aus der Schale entnehmen“, gibt sie weitere Tipps.

 

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Fisch-Informationszentrum (FIZ) e.V.
Sandra Kess ● Große Elbstraße 133 ● 22767 Hamburg
Tel.: 040 / 389 25 97 ● Fax: 040 / 389 85 54 ● E-Mail: info@fischinfo.de

 

 

 

 

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