Im Jahr 2021 musste sich die Branche auf ein erneut verändertes Konsumverhalten einstellen, welches nach zwei Jahren mit Sondereffekten erwartungsgemäß zu einem Rückgang des Verbrauchs geführt hat.

Allerdings haben die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland im Jahr 2021 im LEH 5,4 Mrd. € ausgegeben, was einer Zunahme von 1,3 % auf einen neuen Höchstwert entspricht. Für diese Ausgaben haben die Haushalte 495.053 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte eingekauft. Dies ist ein Rückgang von - 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr.

Das veränderte Einkaufsverhalten hatte auch Auswirkungen auf die Rangliste der am meisten verzehrten Fische. So ist nun der Lachs die Nummer 1, gefolgt von der neuen Nummer 2, Alaska-Seelachs. Thunfisch belegt wieder Rang 3, gefolgt von Hering und Garnelen auf den Rängen 4 und 5.

Die meisten Fischprodukte kauften die Verbraucher in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Hamburg sowie Bremen. In den Einkaufskörben der Baden-Württemberger ist dagegen weiterhin noch viel Platz für Fisch und Meeresfrüchte.

„Die hohe Wertschätzung für Fisch und Meeresfrüchte im letzten Jahr hat es für die deutsche Fischwirtschaft zu einer großen Herausforderung werden lassen, die Versorgung mit sicheren Lebensmitteln aus dem Meer aufrechtzuerhalten“ erklärt Herr René Stahlhofen, Vorsitzender des FIZ. „Dies war nur möglich durch die Aufrechterhaltung der nationalen und internationalen Lieferketten nicht nur für Fisch und Meeresfrüchte, sondern auch für Zutaten und Verpackungen.“

Für das Jahr 2022 geht das FIZ von einem Fischverzehr auf Vorjahresniveau aus. Die aktuellen Herausforderungen bestehen in der Anpassung der Verbraucherpreise an die enormen Preiserhöhungen für Energie, Logistik und der notwendigen Verfügbarkeit von Energie (z. B. Erdgas) für die Fischerei, den Fischhandel und die Fischverarbeitungsindustrie.

 

 

 

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