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Dr. Johannes Simons referiert über Fischkonsum

September 2025

Genussvoll vernetzt – Ein Abend voller Geschmack, Inspiration und Fisch

Ein Raum voller Stimmen, aufmerksame Gespräche, Lachen, Gläserklirren und eine entspannte Atmosphäre – so präsentierte sich der FIZ&Freunde Netzwerkabend am 11. September im Fischkochstudio Bremerhaven. Zum zweiten Mal hatte das Fisch-Informationszentrum (FIZ) zum Netzwerken in diesem Jahr eingeladen. Rund 40 Gäste aus Handel, Verarbeitung, Medien und Wissenschaft kamen zusammen, um sich auszutauschen und Impulse für die Zukunft der Branche zu gewinnen. 

FIZ-PR-Referentin Julia Steinberg-Böthig eröffnete den Abend mit einer einladenden Begrüßung: „Stellt euch den Abend wie einen Hafen vor: Viele Schiffe laufen ein – jedes mit seiner eigenen Ladung an Erfahrungen, Ideen und Geschichten. Hier können wir anlegen, ins Gespräch kommen und neue Routen für die Zukunft planen.“
Sie betonte, dass es an diesem Abend nicht um Zahlen oder Projekte gehe, sondern um Menschen – um die Gesichter hinter den Organisationen, die die Branche lebendig halten. Nur durch Austausch, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Lernen könne die Fischwirtschaft wachsen.
Steinberg-Böthig blickte auf die Erfolge der vergangenen Monate zurück: die neue Homepage, verstärkte Medienansprache, Einführung der Netzwerkabende und intensivierte Öffentlichkeitsarbeit. Für 2026 sind weitere Initiativen geplant, darunter die neue Seminarreihe Wissen+, die praxisnah Wissen zu Produktion, Verarbeitung, Kommunikation, Konsum, Nachhaltigkeit und Klimabilanzen vermittelt. Die Gäste erfuhren an diesem Abend exklusiv Inhalte und die Termine der neuen Reihe.

Fisch lebt von Emotionen

Was diesen Abend besonders machte, war nicht nur das Wiedersehen und Kennenlernen innerhalb der Branche, sondern auch der Impuls von Dr. Johannes Simons. In seinem Vortrag zeigte der Agrarökonom und Konsumforscher, dass Fisch weit mehr ist als ein Nahrungsmittel. Fisch besitzt eine emotionale Dimension, die unser Verhältnis zu ihm prägt. Einerseits fasziniert er durch Bilder von Natur, Meer und Tradition. Fisch steht für Weite, Freiheit, Auszeiten im Alltag und für Momente des Genusses. Andererseits begegnen Verbraucherinnen und Verbraucher auch Schattenseiten: Meldungen über verschmutzte Meere, Mikroplastik, Gräten oder unappetitliche Bilder aus der Zucht. Genau in diesem Spannungsfeld zwischen Faszination und Abstoßung bewege sich die Wahrnehmung von Fisch, so der Experte.
Für die Kommunikation bedeute das, dass Fakten allein nicht ausreichen. „Wer Konsumentinnen und Konsumenten erreichen will, muss auch die ,Psycho-Logik‘ berücksichtigen – also die Emotionen, Bilder und Assoziationen, die unbewusst wirksam sind“, erläuterte Dr. Johannes Simons in seinem kurzweiligen Vortrag. Sein Fazit: „Fisch lebt von den positiven Emotionen, die er in uns auslöst. Das stellt nicht nur eine Herausforderung für die Branche dar, sondern ist auch eine große Chance: Denn wo Vertrauen, Glaubwürdigkeit und schöne Bilder wirken, da kann Fisch seine ganze Stärke entfalten.

Kulinarische Momente

Dass Fisch Emotionen wecken und für besondere Erlebnisse sorgen kann, zeigte an diesem Abend auch die Küche. Küchenchef Ralf Harms verwöhnte die Gäste mit sechs Gängen, die die Vielfalt und Raffinesse von Fisch eindrucksvoll demonstrierten. Auf den Tellern fanden sich unter anderem gedämpfte Seezungenröllchen mit Linsengemüse, Lachs auf norddeutschem Risotto, Maultaschen mit Pfifferlingen und Ceviche von der Gelbschwanzmakrele. Kulinarische Momente, die den Abend abrundeten und die Botschaft von Dr. Simons sinnlich erfahrbar machten.

Die Gespräche im Anschluss machten deutlich, wie wertvoll es ist, als Branche nicht nur Produkte zu liefern, sondern auch die Geschichten, Bilder und Werte mitzudenken, die mit Fisch verbunden sind. Das FIZ wird diesen Dialog weiterführen. Der nächste Termin für FIZ&Freunde ist bereits gesetzt: 10. Februar 2026 im Fischkochstudio Bremerhaven. Verbindliche Anmeldung bei Julia Steinberg-Böthig: jboethig@fischinfo.de