Die Maischolle gehört wie der Baum und die Bowle für viele zum „Wonnemonat Mai". Wahre Gourmets wissen jedoch, dass die Schollen im Laufe des Sommers sogar noch besser schmecken.
Die „Mai-Scholle" verdankt ihren Ruf wohl einer historischen Gegebenheit: Früher, als die Fischer noch abhängiger von der Witterung waren, fuhren sie oft erst ab Ende April wieder zu ihren Fanggründen in der Nord- und Ostsee. Von dort brachten sie dann die ersten Schollen mit. Auch, wenn die Schollen noch nicht von bester Qualität waren, freute man sich nach einem kargen Winter auf die ersten frischen Schollen.

Doch auch die Schollen haben dann eine schwere Zeit hinter sich: Schollen laichen zwischen Januar bis Anfang April, der genaue Zeitpunkt ist abhängig von Seegebiet und Wassertemperatur. Direkt nach dem anstrengenden Ablaichen sind die Schollen so erschöpft, dass ihr Fleisch eher wässrig, fade und ausgelaugt schmeckt. Etwa ab Mai, nach dem Ablaichen, beginnen die Schollen sich zu erholen und die Fleischqualität verbessert sich weiter. Selbst im Oktober, wenn schon wieder Rogen und Milch gebildet werden, ist die Qualität besser als bei einer frühen Maischolle. Viele Fischkenner, achten auf diesen jahreszeitlichen Zyklus ihrer bevorzugten Delikatessen und warten sogar geduldig auf die ersten „Junischollen".

Meist wird Scholle gebraten serviert, sei es als „Finkenwerder Art“ oder nur leicht in Butter gebräunt. Mit Schollen lassen sich aber auch andere Genussideen verwirklichen, z. B. lässt man die zarten Schollenfilets in einem Sud aus Apfelwein und Butter ziehen und genießt sie dann mit einem feinen Honig-Gurkensalat.

Informationen zum Zustand der Schollenbestände in Nord- und Ostsee finden Sie immer unter www.fischbestaendeonline.de.

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